Veranstaltung zum Thema: Patenschaft, Vormundschaft, Pflegschaft

Liebe an Integration und Flüchtlingshilfe Interessierte,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn aus St. Georg und umzu,
hiermit laden wir Sie herzlich ein zu unserem Informationsabend:

„Patenschaft, Vormundschaft, Pflegschaft – Voraussetzungen, Recht und Praxis“
Donnerstag, 07. April 2016,
Gemeindesaal der ev. Gemeinde St. Georg 18:30 – 21:00 Uhr      rwstg_stg200
Stiftstrasse 15, 1.OG, 20099 Hamburg-St. Georg

Integration ist eine Langzeitaufgabe, die nur gelingen kann, wenn viele Bürger*innen bereit sind sich zu engagieren. Behörden und Ämter alleine werden es nicht schaffen. Patenschaften, Vormundschaften und Pflegschaften sind geeignete Mittel, die zum Gelingen von Integration beitragen können. Um Fragen zu diesen Themen zu beantworten und Einblicke in die Praxis zu gewähren, haben wir folgende Gäste eingeladen:

Referenten:
Wolfgang Herold –  Abteilungsleiter Fachamt Jugend- und Familienhilfe Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern, Bezirksamt Hamburg-Mitte
https://www.hamburg.de/mitte/flucht-und-asyl/2477496/asylbewerberbetreuung/
Adam Muminović Projektkoordinator Pflegefamilien für jugendliche Flüchtlinge,
PFIFF gGmbH  http://www.pfiff-hamburg.de/

Weitere Gäste:
Vormünder*innen aus St. Georg und
eine Pflegefamilie, die aus der Praxis berichten werden.

Moderation: Gode Wilke

Bitte melden Sie sich unter folgender Adresse an: re-we-orga@ev-stgeorg.de
und leiten die Einladung an weitere Interessierte weiter.
Das „Refugees Welcome St. Georg“ Orga-Team freut sich auf Sie / Euch. https://www.facebook.com/refugeeswelcome20099/

Multikulti ist gescheiter

 

Weitere Infos und Veranstaltungen zu den Themen Patenschaft, Vormundschaft und Pflegschaft:
Auftaktveranstaltung des Projekts
„LandungsBrücke ­­­­– Patenschaften für Geflüchtete stärken“

Termin: Sonntag, 3. April 2016, 13.30 – 18.15 Uhr
Ort: Gemeindehaus der Hauptkirche St. Michaelis, Englische Planke 1, 20459 Hamburg
http://www.mentor-ring.org/veranstaltungen

Info-Abende zur Pflege für junge Flüchtlinge:
http://www.pfiff-hamburg.de/termine/

Fahrplan für Flüchtlingspaten
In der Thomaskirche-Hausbruch trifft sich ein Kreis von Flüchtlingspaten oder auch Wegbegleitern.

Diese Gruppe betreut Flüchtlinge, die an Ihren 18. Geburtstag aus der Erstversorgungseinrichtung entlassen werden.

Diese Unterlagen wurden nach besten Wissenstand aus der Gruppe zusammengetragen.

Sollte etwas nicht stimmen, bzw. Anregungen und Ergänzungen bitte an: Sven Anders, patenpapier@sven.anders.hamburg
Kopieren und Weiterverarbeitung dieses Dokuments ist ausdrücklich erwünscht.

Wir freuen uns über eine Rückmeldung wenn dieser Fahrplan für andere Gegenden genutzt wird,  weil wir dann evtl. auch neue Anregungen bekommen.

Stand: 22.03.2016
https://anders.hamburg/fluechtlinge/

Erste Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den Themen junge Flüchtlinge und Pflegefamilie finden Sie unter:
http://www.pfiff-hamburg.de/junge-fluechtlinge/faq.html

Der Kinderschutzbund qualifiziert und begleitet fachlich ehrenamtliche Vormünder, die Hamburger Kinder und minderjährige Flüchtlinge bis zum Erreichen der Volljährigkeit rechtlich vertreten und sie im Lebensalltag begleiten. Im Zusammenwirken mit Fachkräften der Jugendhilfe sorgt der Vormund für die Kontinuität im Leben des Kindes, die bestmögliche Schul- und Ausbildungswahl, die medizinische Versorgung, die rechtliche Vertretung, eine Neuordnung der Lebensverhältnisse sowie den Beziehungserhalt zur Herkunftsfamilie.
Durch Einzelgespräche, Telefonberatung, Gesprächskreise, Informations- und Schulungsveranstaltungen unterstützt der Kinderschutzbund die Vormünder in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.
http://kinderschutzbund-hamburg.de/vormundschaften.html
Diese Veranstaltung wird gefördert von „Demokratie leben“
http://www.vielfalt-stgeorg.de/projekte/demokratie-leben/

Erklärung von Recht auf Stadt zur Flüchtlingsunterbringung

Erklärung des Hamburger Netzwerks
Recht auf Stadt,  rwstg 
unterstützt vom Einwohnerverein St. Georg (10.2.2016)

Migration findet Stadt. Gegen die Hysterie – für eine andere Planung.
Was wir am derzeitigen Notstandsurbanismus kritisieren und warum wir einen „Volksentscheid gegen Großunterkünfte“ für Flüchtlinge für falsch halten.

1. Ein Volksbegehren über Wohnunterkünfte für Geflüchtete, bei dem die Geflüchteten nicht abstimmen können? Geht gar nicht.

Asylbewerberinnen und -bewerber sind nicht wahlberechtigt und können bei einem Volksentscheid nicht mitmachen. Die Anwohnerinnen und Anwohner, die sich in den „Initiativen für Integration“ organisiert haben, erklären zwar, sie handelten auch „im Interesse der Flüchtlinge“, wenn sie gegen den Bau von Großsiedlungen vorgehen. De facto bleiben die Geflüchteten ausgesperrt. Ein solcher Volksentscheid ist ein Angriff auf die elementaren Rechte der Geflüchteten – und ein Angriff auf das Recht auf Stadt.

2. Die Not in den Lagern duldet keinen Aufschub

Die elende Situation in den Containern, Lagerhallen, Ex-Baumärkten und anderen Massenunterkünften muss so schnell wie möglich behoben werden. Auch wenn wir Kritik an der Ausgestaltung der Planung haben: Es ist eine richtige Entscheidung, dass der Hamburger Senat schnell agiert. Hamburg braucht bis 2016 rund 79.000 Plätze. Und das ist nur die offizielle Zahl. Die Not in den Lagern muss durch Umbau von Bestand und durch Neubau behoben werden. So schnell, so viel, so zentral, so hoch wie eben nötig und möglich.

3. Die Gegenvorschläge können die Notmaßnahmen nicht ersetzen.

Um das zu erreichen, kann es auch angemessen sein, Wohnungen per Polizeirecht durchzusetzen. Verließe sich der Senat allein auf das normale Planrecht, könnte es Jahre dauern, bis die benötigten Unterkünfte gebaut würden. Dass es viele gute Gründe gibt, skeptisch gegenüber den neuen Wohnsiedlungen zu sein, ist unbenommen. Sie liegen zumeist am Stadtrand, sind architektonisch oft eher einfallslos, man hat bisher zu wenig Anstrengungen unternommen, um die Communities vor Ort zu involvieren – schon gar nicht die Refugees, die hier wohnen sollen. Trotzdem: Die Gegenvorschläge der protestierenden Anwohnerinnen und Anwohner und der in der IFI organisierten Inis reichen nicht, um die Geflüchteten mit Wohnraum zu versorgen. Ein „Viertelmix“ im Geschosswohnungsbau (25% Wohnungen für Geflüchtete) oder die „Angebote der Grundeigentümer“, die die Stadt angeblich ausschlägt, sind allenfalls eine Ergänzung zu den notwendigen Baumaßnahmen – und als solche müssen sie ernsthaft diskutiert werden, genau so wie die Flächen, die die Initiativen vorschlagen. Aber: Mit einer „Überall bloß nicht hier“-Haltung ist ein Volksentscheid nichts anderes als eine lokale Obergrenzen-Diskussion.
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